Impressum | Copyright © 2012 Reiner Becker Architekten BDA
  • =1683
    1
  • =1679
    2
  • =1680
    3
  • =1678
    4
  • =1681
    5
  • =1677
    6
  • =1682
    7

Zentrale forstliche Ausbildungsstätte, Bad Reiboldsgrün

Die Einbindung in das Grundstück wird maßgeblich durch die Aufnahme des bestehenden Wege­netzes bestimmt. Dabei durchquert der entlang der Kapelle laufende Weg vom ehemaligen Kurhaus das Gebäude und wird im Inneren zur Gebäudeerschließung. Der westliche bestehende Fußwege führt am Gebäude vorbei und ermöglicht die Verbindung nach Süden. Die Gebäudezugänge im Norden und Süden werden durch Einschnitte in der Fassade betont und definieren Vorplätze.
Die bestehende asphaltierte Fahrstraße als nordsüdliche Verbindung wird erhalten und in die Erschließung der Garagen und Werkstätten integriert und erzeugt logisch die erste Teilung des Gebäudevolumens zwischen Werkstatt und Garagen. Die Fahrgasse zwischen den ostseitigen Kfz-Garagen und der überdachten Holzlagerfläche be­wirkt die weitere Zäsur des Gebäudevolumens. Dabei verringert sich die Gebäudehöhe immer weiter und schafft einen Übergang in den Landschafts­raum. Die Geländemodellierung wird auf ein Minimum beschränkt und dient der ebenen Anordnung der Fahrflächen. Die Biotopflächen bleiben unangetastet.

Die vorgeschlagenen drei Gebäude; Lehrräume mit Werkstätten, Garagen und Holzlager scheinen aus einem Stück herausgeschnitten, was in ihrer Materialität und Geometrie deutlich wird. Die verbindende Dachlinie vom First des Hauptgebäudes bis zur Traufe des Holzlagers lässt die Volumen zu einer Einheit verschmelzen. Die Verschiebung der Garagen und Lager schafft eine Komposition in direkter Anspielung auf das Ensemble aus ehemaligem Kurhaus und Küchengebäude.
Die bestehenden Wegebeziehungen des Fußweges im Westen und der Fahrstraße im Osten werden aufgenommen und bewirken eine klare funktionale und gestalterische Zonierung des Baukörpers. Die Ausformung der umgreifenden Hülle schafft angemessene Raumvolumen; kompakt 2-geschossig für den Lehrbereich, hohe Volumen im Werkstattbereich, Garagenflächen differenzierter Höhe und einen gestalterisch eingebundenen, halboffenen Holzlagerplatz als Übergang zur östlichen Biotopfläche