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Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Sanierung und Erweiterung Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Die 1893 fertig gestellte Staats- und Stadtbibliothek Augsburg wurde als Solitär errichtet um seiner Bedeutung gerecht zu werden. Der Neubau wird diese solitäre Bedeutung unterstreichen.

Der städtebauliche Ansatz ist daher ein Ensemble aus zwei gleichwertigen Gebäuden. Dieses Ensemble bildet nun wiederum einen Solitär. Der Neubau ist dem Bestandsgebäude in Volumen und Proportion ähnlich. Er versteckt sich nicht, ist nicht Hintergrund oder Kulisse, sondern bildet selbstbewusst mit der Staats- und Stadtbibliothek eine Einheit. Die Wahrnehmung im Stadtraum ändert sich durch den Neubau entschieden. Die Hauptansicht des Altbaus von der Schaezlerstraße bleibt ungestört, der Neubau im Hintergrund ist aber deutlich wahrnehmbar. Die Ansicht von der Prinzregentenstraße zeigt nun zwei gleichberechtigte Baukörper, die Kraft des Ensembles wird hier deutlich. Die Ansicht von der Gutenbergstr. ist keine Rückansicht, sondern die Ansicht auf den Neubau, der hier durch den Altbau gestärkt wird. Die Idee zweier gleichberechtigter Baukörper steigert deutlich die herausragende städtebauliche Bedeutung der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg.

Der Neubau erhält eine geschlossene Natursteinfassade die für die Grundaufgabe des Gebäudes steht, das Beschützen und Bewahren. Nur an wenigen Stellen öffnet sich das Gebäude seiner Nutzung entsprechend um Einblicke und Ausblicke zuzulassen. In den Öffnungen befinden sich neben den Glasflächen einzelne Holzelemente die dem Baukörper Wärme geben und für die menschliche Nutzung an dieser Stelle stehen. Die Proportionen des Gesamtbaukörpers wie auch der Öffnungen finden sich auch im Altbau wieder, sind aber neu interpretiert.