Wettbewerbsbeitrag von Reiner Becker Architekten BDA mit Scheidt Kasprusch Architekten BDA für ‘Oberstufenzentrum Chemie, Physik, Biologie’ in Berlin Neukölln wurde in der Preisgerichtssitzung am 21.Juni 2012 mit Anerkennung ausgezeichnet
Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau eines Schulgebäudes und einer Zweifeld-Sporthalle für das Oberstufenzentrum Chemie, Physik, Biologie / Lise- Meitner-Schule auf dem beräumten Grundstück Lipschitzallee 25 in Berlin Neukölln in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Schulgebäude. In einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren wurden durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 27 Arbeitsgemeinschaften von Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Kompakt, rational, strukturiert – geräumig, freundlich, haptisch, das sind die Eigenschaften, die den Entwurf für das Oberstufenzentrum Chemie, Physik, Biologie in Berlin Neukölln leiten. Der Neubau vereint damit Attribute, die der Wissenschaft zugeordnet werden mit solchen, die für ein menschliches Leben und Zusammenleben stehen:
Dem Lehren, Lernen und Forschen dient ein helles, offenes Gebäude.
Das Wettbewerbsgrundstück liegt in dem heterogenen Spannungsfeld der südwestlich angrenzenden Gropiusstadt, Geschossbauten im Westen und Hausbau im östlichen Bereich. Es handelt sich um ein Gebiet in „zweiter Reihe“ innerhalb des Blockes zwischen Rudower Straße, Lipschitz-Allee, Efeu- und Fritz-Erler-Weg.
Auf etwa 10.000 m² Nutzfläche für das Schulgebäude, sowie 1200m² für eine Zweifeld-Sporthalle entsteht ein Neubau, der neben den Allgemeinen Unterrichtsräumen und dem Verwaltungsbereich Flächen für Fachräume und Labore für Chemie, Physik und Biologie sowie einen Freizeitbereich mit Cafeteria bereit hält. Im Außenbereich wurden 10.500 m² mit Sportnutzung und Freizeitbereich neu gestaltet.
Die Setzung des Neubaus zoniert das Grundstück deutlich in zwei unterschiedliche Außenräume. Durch den räumlichen Versatz der Sporthalle Richtung Erschließungsweg springt der Schulneubau Richtung Osten zurück. Dadurch bildet sich ein einladender Vorplatz vor dem Haupteingang der sich mit der Fläche des Erschließungsweges zu einer Einheit verzahnt. Im Neubau ist eine große, zweigeschossige Eingangshalle eingeschrieben, die über die gesamte Breite die Verbindung zum rückwärtigen Schulhof schafft. Die im Volumen zurückgesetzte Eingangsfassade nimmt die getrennten Zugänge zur Sporthalle und zum Schulbau auf.