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Dokumentation Obersalzberg

Der Widerspruch. Der schizophrene Ort.

Die Eingriffe beschränken sich auf ein Minimum. Räumliche Eingrif­fe bleiben aus, bis auf die bewusste Rodung eines „Sichtfensters“ im Bereich des ehemaligen Berghofes, und das Platzieren einer abstrak­ten Masse am ehemaligen Gästehaus zur Verdeutlichung eines As­pektes des Ortes. Die Widersprüche des Ortes zwischen Erinnerungs­ort und Urlaubslandschaft werden nicht harmonisiert. Der Ort ist und war idyllisch. Er war nicht einsehbar, keiner ahnte was hier genau geschah, welche Auswirkung dieser Ort hatte. Der Ent­wurf teilt sich in zwei Bereiche, die zusammenspielen. Masse und Leere.

Leere – Ideenteil Umfeld ehemaliger Berghof

Was wir vorfinden ist nicht erkennbar, es gibt keine Nutzung, keinen Raum, keine Fragmente, nur die Gewissheit was hier stattgefun­den hat. Ein „Sichtfenster als Rasenfuge“ ermöglicht den Blick in die „Bergwelt“. Der Umriss des ehemaligen Berghofes wird durch eine bodenbündige Metalllinie nachgezeichnet. Die vorhandenen Bäume in der Fläche des ehemaligen Baufeldes werden zu einem lichten Hain ausgedünnt.

Masse/Schwere – Realisierungsteil Dokumentation

Ein abstrakter Baukörper aus Masse, nur Material. Nur Form, Masse, Volumen in seiner reduziertesten Ausformulierung. Der Topografie folgend. Im Inneren begehbar. Die Idylle erdrückend, sich darauf legend, schwebend. Von außen nicht zugänglich, nur über den Vorbereich erreichbar. Ausgrenzend. Den Blick nach Innen richtend.

Die Masse, ein 39 x 47 x 11 großer Quader ist abweisend, nicht ein­sehbar. Der Körper bezieht sich auf nichts, lässt keine Assoziationen zu. Durch seine Schwere Außen und Innen wirkt der Baukörper be­klemmend und abgrenzend. Im Inneren bleibt eine Orientierungslosigkeit. Man steht beim Be­treten des Ausstellungsbereiches in einem großen Raum mit wenig Tageslicht. Man sieht alle Bereiche die man suchen will, weiß aber nicht wie man hingelangt.